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Dieter Roth
Druckgrafiken:



Diter Rot Druckgrafik Selbstportrait ot
Wewerka Siebdruck Grafik

o. t. (Selbstbildnis) Grafik RT01 Vogellandschaft Grafik Roth & Wewerka RT02

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            Dieter Roth Biografie:

Dieter Roth *21. April 1930 in Hannover,
5. Juni 1998 in Basel

Kindheit und Jugend:
Dieter Roth (Karl-Dietrich Roth) wurde am 21.04.1930 in Hannover geboren, seine Mutter war Deutsche, sein Vater Schweizer, Roth hatte zwei Brüder. 1933 - 1943 besuchte Roth die Volks- und Oberschule in Hannover. 1943 geht Roth vom nationalsozialistischen Deutschland in die Schweiz und wird dort bei Pflegeeltern untergebracht. Im illustren Umfeld des Hotel Wyss, in dem sich Roth nun drei Jahre aufhält -das Hotel ist Treffpunkt vieler Künstler und Immigranten- erhält Roth wichtige Impulse: Hier entstehen Roth's erste künstlerische Arbeiten, u. A. Zeichnungen und Gedichte. Als 1946 seine Eltern in die Schweiz kommen, erfolgt ein Umzug nach Herisau, Roth besucht nun das Gymnasium in St. Gallen, in dieser Zeit enstehen erste Gemälde sowie Versuche der Drucktechnik.

Kunststudium:
Nach dem Abbruch des Gymnasiums 1947 beginnt Roth in Bern eine Lehre als Werbegrafiker bei Friedrich Wütherich. Während seiner mehr als dreijährigen Ausbildung bei Wütherich kommt Roth mit den gebräuchlichen Drucktechniken in Kontakt und es entstehen weitere künstlerische Arbeiten unter Einbeziehung dieser Medien.
Im Anschluss an seine Ausbildung entstehen nun experimentelle Collagen aus Schrott und Abfall. 1950 ensteht ein Kontakt zu Eugen Jordi in Kehrsatz, dessen Typografieunterricht Roth an der Gewerbeschule in Bern besucht, der ihm aber auch Privatunterricht in Lithografie erteilt.
Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Grafiker entschliesst sich Roth als freier Künstler zu arbeiten.

Erste Erfolge: 1951 gründet Roth, zusammen mit Marcel Wyss und Eugen Gomringer die Zeitschrift spirale. Es entsteht in 1952 das Solothurner Wandbild.

Weitere Erfolge: 1954 erhält Roth den Preis der Kiefer-Halblitzel Stiftung für Malerei in Bern. Zuvor war Roth Leiter der Ausstellung Plastik im Freien in Biel. Es entstehen Schaufenstergestaltungen und Stoffmusterentwürfe. 1955 geht Roth nach Kopenhagen um bei Unika-Vaev Textilentwürfe anzufertigen, in Kopenhagen enstehen auch Gedichte als Ideogramme, ebenso experimentelle Filmkunst in Super-8. Für seine Textilentwürfe erhält Roth, im Rahmen einer Messe, in San Francisco eine Goldmedaille.
1957 zieht Roth nach Reykjavik (Island) um seine Lebensgefährtin Sigidur Björnsdottir, die er im Rahmen seiner Tätigkeit für Unika-Vaev kennenlernte, zu heiraten, Roth kann in Island aber nicht an seine vorangegangenen Erfolge anschliessen. 1958 reist Roth, nach Einladung von Newcomb Montgomery, nach Philadelphia (USA) um sich vergeblich an der School of Arts als Lehrer vorzustellen.
1959 folgt eine weitere Reise in die USA um sich in New York als Grafiker bei der Geigy Corporation niederzulassen. Es entstehen u. A. die Op-Art Bücher bok 2 und bok 4. Nach seiner Rückkehr nach Reykjavik entstehen kinetische Plastiken sowie die Publikation eines Buches seiner Frau Sigridur Björnsdottir.
In den 60er Jahren folgen weitere Filmprojekte und abstrakte Buchgestaltungen, 1960 wird ihm der Preis der William und Norma Copley Stiftung verliehen. Ab 1964 folgen Aufenthalte in den USA, dort seine erste Einzelausstellung snow (Museum College of Art). Nach einem kurzzeitigen Lehrauftrag an der Yale-University, unterrichtet Roth an der Rhose Island School of Design. Es entsteht das bekannte Buchprojekt Scheisse-Band 1966.
In diese Zeit fallen Werke und Collagen aus verderblichen Gegenständen, auch Lebensmitteln, deren Zerfall Bestandteil des künstlerischen Konzepts ist (Zerfallsprodukte), es beginnte ein umfangreicher Zyklus mit verderblichen Gegenständen die viel Aufsehen verursachen und Roth zum Künstlerstar avancieren lassen. In dieser Zeit entstehen weitere Buchprojekte sowie zahlreiche Grafiken.
1968 - 1971 unterrichtet Roth an der Kunstakademie Düsseldorf. In seinem Atelier entstehen zahlreiche Kunstwerke aus verderblichen bzw. verwesenden Materialien die zu derart starker Geruchsbelästigung führten, dass eine Räumung seines Ateliers von der Akademieleitung angeordnet werden musste. 1969 erhält Roth den Kunstpreis der Stadt Iserlohn. In dieser Zeit entsteht der Zyklus 6 Piccadillies, ebenso das Werk Karnickelköttelkarnickel.
1972 entstehen in der Eat Art Galerie in Düsseldorf Werke die zusätzlich mit einem Gebäck nach Roth's Rezepturen versehen sind. In diese Zeit fallen weitere Müll-Aktionen sowie das Sammeln von Abfällen aller Art. 1973 gründet Roth, zusammen mit Philipp Buse, die Dieter Roth Pictures.
1974 erreichen Roth's "Scheisse-Gedicht" und sein "Scheiss-Stil in den Gemälden" internationale Bekanntheit, es folgen musikalische Werke (selten gehörte Musik) in Zusammenarbeit mit anderen Musikern sowie Bühnenstücke / abstrakte Thaterkonzepte.
Ab Mitte der 70er Jahre enstehen "Speed-Drawings" die, beidhändig gemalt, eine Erweiterung des Oevres Roth's darstellen.
Roth's Installation "Grosse Tischruine" erlangt Berühmtheit und wird über viele Jahre, unter zahlreichen Erweiterungen, in verschiedenen Galerien ausgestellt um dann 1986 im Palais Kinsky und 1990 im Palais Harrach aufgestellt um dann zur Jahrtausenwende in Berlin in mittlerweile monströser Vergrösserung zur Jahrhundertausstellung gezeigt zu werden. Ebenso in die 80er Jahre fällt die Entstehung der Strandkasernen, Objektcollage aus Versatzstücken und Abfällen aus Roth's "täglichem Gelebe".
Ab 1980 entstehen zahlreiche Gemeinschaftsarbeiten Roth's zusammen mit seinem Sohn Björn. 1982 wird Roth der Rembrandt-Preis der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung verliehen.
1986 erhält Roth den Maastrichter Charles Nypels-Preis für seine literarischen Werke, 1989 folgt der Lichtwark-Preis in Hamburg. 1991 wird Roth der Prix Caran d'Ache Beaux Arts, Genf, verliehen.
1994 wird Roth der Große Kunstpreis Berlin von der Akademie der Künste verliehen, 1998 der art-multiple-Preis in Düsseldorf. 1997/98 ensteht die Installation Soloszenen mit 128 Monitoren und 131 Videobändern und die Skulptur mit Schokoladenhasen, Fett, Schokolade und Kunststoff.
Dieter Roth war zweifacher Teilnehmer der Documenta in Kassel (1968 documenta 4 und posthum documenta 11 in 2002).


Werk: Dieter Roth hatte ein weitläufiges Spektrum künstlerischen Schaffens und kann als Multi-Talent daher nur schwer einer einzelnen Richtung zugeordnet werden: Neben der Dichtkunst und daraus resultierenden Buchpublikationen, bediente Roth die Malerei, Grafik, Installationen, Op-Art sowie Aktionskunst und Performances.  Zahlreiche musikalische Werke, auch auf selbstkonstruierten Musikinstrumenteninstallationen, runden sein Schaffen ab. Seine bekanntesten Werke jedoch drehen sich um das zentrale Thema der Vergänglichkeit, von Roth interpretiert in Form von Collagen und Installationen aus verrottenden bzw. verwesenden Materialien sowie Müll und Schrott, die auch als allgemeiner Bruch mit bestehenden ästetischen Regeln verstanden und als eine Art der Neuformulierung der Kunst gesehen werden können.



Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen (Auswahl):

2016:   Dieter Roth: Schöne Scheiße. Dilettantische Meisterwerke, Museum Ostwall im Dortmunder U, Dortmund (D)

SPOT ON: Eat Art - Museum Kunstpalast Düsseldorf

Zeichnungsräume - Hamburger Kunsthalle, Hamburg (D)

To the son of man who ate the scroll - Fondazione Prada, Mailand (I)

2015:   Und weg mit den Minuten. Dieter Roth und die Musik - Kunsthaus Zug (CH)

Dieter Roth. Balle Balle Knalle - Kunstmuseum Stuttgart (D)

2014:   Islands. Dieter Roth, Björn Roth - Hangar Biocca, Mailand (I)

2013:   Dieter Roth - Diaries - Camden Arts Center, London (GB)

Wait. Later this will be nothing: Editions by Dieter Roth - Museum der Moderne Mönchsberg, Salzburg (Ö)

2012:   Dieter Roth, Selbste - Camden Arts Center, London (GB)

2011:   Dieter Roth, Mein Auge ist mein Mund - Galerie in der Stadtscheune, Otterndorf (D)

2010:   Dieter Roth - Das Tränenmeer. - Kunsthalle Luzern (CH)

Multiples, Werke von Joseph Beuys und Dieter Roth - Schloss Gottorf (CH)

2009:   Dieter Roth - Originale-Multiples-Objekte. - Anton Meier, Genf (CH)

2008:   Les Bijoux de Dieter Roth, Musée des Arts décoratifs, Paris (F)

2007:   Arnulf Rainer / Dieter Roth: Misch- und Trennkunst. Gemeinschaftsarbeiten und Einzelwerke, 1968-2005 - Deichtorhallen, Hamburg (D)

2006:   Martin Kippenberger / Dieter Roth, Hauser & Wirth, Coppermill, London (UK)

2005:   Lest / Train, Reykjavik Art Museum (ISL)

Dieter Roth: The Piccadillies, Alan Christea Gallery London (GB)

2004:   Roth-Zeit - Eine Dieter Roth Retrospektive. Museum Ludwig, Köln (D)

2002:   Dokumenta 11. Kassel (D)

2001:   Dieter Roth: Die Haut der Welt + einige andere Dinge. Museu d'Art Contemporani de Barcelona (ES)

1998:   Roth-Bar (Bar 2): Galerie Hauser & Wirth, Zürich CH)

1997:   Dieter Roth & Björn Roth, Tretch & Squeeze, MAC, Galeries Contemporaines des Musées de Marseille (F)

1995:   Werke 1951-1961 und das Solothurner Wandbild, Kunstmuseum, Solothurn CH)

1994:   Dieter Roth, Nylistasafnid, The Living Art Museum, Reykjavik (ISL)

1992:   Arbeiten aus dem Besitz der Deutschen Bank, Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen, Passau (D)

1990:   Die Die Die Verdammte Scheisse. Der komplette Zyklus der 52 Tiefdrucke,  Galerie Alfred Kren, Köln (D)

1989:   Dieter Roth. Stefan Wewerka,  Hessisches Landesmuseum, Darmstadt (D)

1988:   Zeichnungen, Kunstmuseum, Solothurn (CH)

1986:   Dieter Roth, Galleria d'Arte Silvio R. Baveria, Cavagliano (I)

1984:   Dieter Roth, Museum of Contemporary Art, Chicago (USA)

1982:   Dieter Roth, Biennale, Venedig (I)

1980:   Boeken en Grafiek (deel 2) en ander spul, Gemeentemuseum, Den Haag (NL)

1979:   Interfaces. Richard Hamilton, Dieter Roth, Kunstraum, München (D)

1977:   Collaborations. Richard Hamilton, Dieter Roth, Fundació Joan Miró Barcelona (ES)

1975:   Boeken, De Moriaan, Den Bosch (NL)

1974:   Books and Graphics 1947-1971, Museum of Art, Philadelphia (USA)

1973:   Grafik und Bücher, Akademie der Künste, Berlin (D)

1972:   Schimmel en roestgrafieken, zeefdrukken en chocoladeobjecten, Seriaal Amsterdam (NL)

1971:   Dieter Roth, Eat Art Galerie, Düsseldorf (D)

1969:   Decomposition, Art Intermedia, Köln (D)

Die letzten Ladenhüter, Galerie Ernst Hannover (D)

1968:   Schimmelhaufen, Galerie René Block, Berlin (D)

documenta 4, Kassel (D)

1967:   Mundunculum, Ursula und Rudolf Zwirner, Köln (D)

1966:   Roth Gallery Exhibition. 22 Etchings, Rhode Island School of Design, Rot Gallery, Providence (USA)

1964:   Snow with an ending, Museum School of Art, Philadelphia (USA)

1960:  Diter Rot, Manipulerlige Billeder. Christian Megert, Monochrome Malerei, Galerie Köpcke, Kopenhagen (DK)

1958:  Silkiprent, Mokka Kaffi, Reykjavik (ISL)


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